Überblick Neosporose

Fuchs Neosporose Erreger Kuh
Fuchs Neosporose Erreger Kuh

 

Definition:
Infektion mit dem Protozoon Neospora caninum, welches den Hund (und anderen Karnivoren, z.B. Koyote als Endwirt, und mehrere Tierarten (v.a. das Rind), jedoch nicht den Menschen, als Zwischenwirt hat.
Erreger:
Neospora caninum. Zystenbildendes, zu den Kokzidien (Apikomplexa) gehörendes Sporozoon mit einem fakultativ zweiwirtigen Entwicklungszyklus.
Überträger:
Verbreitung:
weltweit
Übertragung:
Empfängliche Wirte können sich oral mit Gewebezysten von Zwischenwirten oder mit sporulierten Oozysten aus Hundekot anstecken. Pränatal erfolgt die Infektion vorwiegend vertikal durch Reaktivierung latenter Parasiten im Muttertier, welche diaplazentär auf den Fötus übertragen werden.
Nach Vermehrung und Weiterentwicklung im Zwischenwirt können Gewebezysten gebildet werden, die vornehm-lich im Gehirn zu finden sind. Die Ansteckung der Endwirte erfolgt - soweit bekannt - durch perorale Aufnahme von Gewebezysten.
Wirte:
Hunde als Endwirt (und auch Zwischenwirt); Zwischenwirte sind v.a. das Rind, seltener andere Wiederkäuer, Pferd u.a. Tierarten.
Symptome:
Erkrankungen werden vor allem bei meist jungen Hunden (neuromuskuläres Syndrom). Neosporose beim Hund ist gekennzeichnet durch progressive aszendierende Paralyse und Parese (Radikuloneuritis) der hinteren Extremitäten;
Fieber, Tonsillitis, Diarrhöe; Ataxie, Tremor, Hemiparese, Hemianopsie. Bei vielen Tieren verläuft die Infektion jedoch ohne erkennbare Symptome. Für den Menschen ist die Infektion ungefährlich
Diagnostik:
Hund: Serologie (Titeranstieg oder Aviditätstest) und/oder Erregernachweis (Liquor, ZNS) bei klinisch erkrankten Tieren. Oozysten-Nachweis im Kot von Endwirten.
Behandlung:
 
Vorbeugung:
 
 
  Titel: Neosporose - Überblick
Autor: I. Höschler

[1.Seiten, ca. 50 kb]
© Parasitus Ex e.V.
Stand 09.2012
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