Hakenwürmer

Ancylostoma Caninum Bursa Copulatrix Ancylostoma Caninum Kopf
Ancylostoma Caninum Bursa Copulatrix
© Maike Förster, Parasitus Ex e.V.
Ancylostoma Caninum Kopf
© Maike Förster, Parasitus Ex e.V.
 

Übersicht

  1. Systematik
  2. Biologie
  3. Erkrankung
  4. Krankheitsverlauf und Therapie
 
Systematik
Klasse :   Enoplea
Unterklasse:   Chromadorea
Ordnung :   Rhabditida
Unterordnung :   Strongylida
Überfamilie :   Ancylostomatoidea
Familie :   Hakenwürmer
Art :   Ancylostoma caninum
deutscher Name :   Hakenwurm des Hundes
wissenschaftlicher Name :   Ancylostoma caninum
 
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Biologie
Wirt :   Hund, Fuchs, Katze und Mensch (selten)
Sitz im Wirt :   Dünndarm
Vorkommen und geografische Verbreitung :   Weltweit, besonders häufig in wärmeren bzw. südlichen Gebieten und bei aus diesen importierten Hunden.
Lebenszyklus/Entwicklung :  

Die Entwicklung ist direkt. Die Infektion mit A. caninum kann über drei verschiedene Weg stattfinden:

A) perkutan: Bei der perkutanen Infektion dringen die infektiösen Larven (L3) über die Haut in den Körper ein und erreichen nach einer Körperwanderung den Darmtrakt.

B) oral: Die L3 gelangt durch orale Aufnahme mit dem Futter meist ohne Körperwanderung in den Darm.

C) galaktogen: Die L3, die als Gewebe-Larve im Muttertier ruhte, wird durch die Trächtigkeit aktiviert und wandert zur Milchdrüse, wo sie über die Milch in die Jungtiere gelangt.
Nach der Infektion mit der L3 gelangt diese über eine Herz-Lungen-Schlund-Passage in den Darm und erlangt dort die Geschlechtsreife. Die adulten Würmer verankern sich in der Schleimhaut und saugen Blut. Die von den Weibchen abgesetzten Eier gelangen mit dem Kot des Wirts ins Freie und dort schlüpft die L1 entwickelt sich nach 5-15 Tagen (bei 20°C) zur infektiösen L3.

Präpatenz: 14-21 Tage bei einer perkutanen Infektion, 12-16 Tage bei der galaktogenen Infektion; Patenz: Jahre

Beschreibung/Charakterisierung :  

Die adulten Hakenwürmer sind gräulich und haben an ihrem Vorderende zwei große Zahnplatten mit jeweils drei Zacken. Die Männchen sind 10-12 mm lang und haben eine gut entwickelte Bursa copulatrix. Die Weibchen sind 15-20 mm lang.
Die Eier sind 56-75 x 34-45 µm groß, haben gleiche Pole, gewölbte Seitenwände und beinhalten 2-8 Blastomere.

Verbreitung :   Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Norditalien zu finden, hat sich das Verbreitungsgebiet der Auwaldzecke seit den 1970er Jahren stark nach Norden ausgedehnt. In Deutschland wurde die erste natürliche Population 1973 am Oberrhein beschrieben.
 
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Erkrankung
Krankheiten :   Ankylostomiasis
 
Krankheitsverlauf und Therapie
Symptome :   Bei starkem Befall sind die Fäzes blutig und breiig. Es kann zu Anämie, Abmagerung, Verzögerung der Entwicklung, Eisenmangel, struppiges Fell und durch die eindringenden Larven können Erythemen entstehen. Für Welpen ist ein starker Befall oft tödlich.
Diagnose :   Nachweis der Eier im Kot.
Prophylaxe :   Regelmäßige Entwurmung. Keine Ausläufe mit erdigem Boden in Zwingern.
Therapie :   Verschiedene Antheminthika. Bedeutung für den Menschen: Zeitweise kann der Mensch von A. caninum als Endwirt genutzt werden. Im Menschen erreichen die Würmer jedoch keine Geschlechtsreife und können eine eosinophile Enteritis hervorrufen.
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