Peitschenwurm

Trichuris Vulpis Maennchen Trichuris Vulpis Weibchen
Trichuris Vulpis Maennchen
© Maike Förster, Parasitus Ex e.V.
Truchuris Vulpis Weibchen
© Maike Förster, Parasitus Ex e.V.
 

Übersicht

  1. Systematik
  2. Biologie
  3. Erkrankung
  4. Krankheitsverlauf und Therapie
 
Systematik
Klasse :   Adenophorea
Unterklasse :   Enoplia
Ordnung :   Trichocephalida
Familie :   Trichuridae
Gattung :   Trichuris
Art :   Peitschenwurm
deutscher Name :   Peitschenwurm des Hundes
wissenschaftlicher Name :   Trichuris vulpis
 
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Biologie
Wirt :   Hund, Fuchs.
Sitz im Wirt :   Blind- und Dickdarm
Vorkommen und geografische Verbreitung :   Weltweit.
Lebenszyklus/Entwicklung :  

Die Entwicklung ist direkt. Das Vorderende der adulten Würmer ist tief in der Schleimhaut des Wirts eingelassen. Die Eier werden unembryoniert mit dem Kot ausgeschieden und embryonieren im Freie bei 34°C erst nach frühestens 19 Tagen. Bei niedrigeren Temperatur verzögert sich die Embryonierung erheblich, so dass die Eier im Winter sistieren. Im Ei entwickelt sich die infektiöse Larve (L2). Nach oraler Aufnahme schlüpfen die Larven im Darm. Im Blind- und Dickdarm dringen die Larven in die Lamina propria der Mukosa ein. Nach zwei Wochen wandern die Larven zur Oberfläche der Mukosa und schieben ihren Hinterkörper in das Darmlumen und bleiben mit dem Vorderende in der Mukosa verankert. Nach drei weiteren Häutungen entwickeln sich die Würmer zum geschlechtsreifen adulten Stadium. Die adulten Würmer ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere.

Präpatenz: 11-15 Wochen, Patenz: 1 ½ Jahre
Beschreibung/Charakterisierung :  

Adulte Würmer haben einen langen dünnen Vorderkörper (ca. 60-71% der Gesamtkörperlänge) mit kleiner Mundöffnung und trichuroidem Ösophagus mit Stichozyten. Der Hinterkörper ist verdick und enthält den Darm und die Genitalorgane. Männchen und Weibchen werden 7.5 cm lang. Das Hinterende der Männchen ist spiralig eingerollt und ein Spikulum ist vorhanden. Die Spikulumscheide ist dicht bedornt und am distalen Ende glockenförmig erweitert. Die Vulva der Weibchen liegt im Bereich des Ösophagushinterendes.
Die sehr widerstandsfähigen Eiere sind zitronenförmig, gelblich-braun, haben eine glatte Oberfläche und sind 70-90 x 30-40 µm lang. An den beiden Enden befinden sich jeweils ein Polpfropfen.

Verbreitung :    
 
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Erkrankung
Krankheiten :   Trichuriasis
 
Krankheitsverlauf und Therapie
Symptome :  

Die Fäzes können blutig sein. Anämie, Abmagerung, Verzögerung der Entwicklung und Kräfteverfall können insbesondere bei starkem Befall auftreten. Bei schwachem Befall kann die Infektion symptomlos verlaufen.

Diagnose :   Nachweis der Eier im Kot.
Prophylaxe :   Regelmäßige Entwurmung.
Therapie :   Verschiedene Anthelminthika.
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