Holzbock

Ixodes ricinus, weiblich Ixodes ricinus, männlich
Ixodes ricinus
© Parasitus Ex e.V.
Ixodes ricinus
© Parasitus Ex e.V.
 

Übersicht

  1. Systematik
  2. Biologie
  3. Erkrankung
  4. Beschreibung
 
Systematik
Ordnung :   Milben (Acarii)
Unterordnung : Parasitiformes
Überfamilie : Zecken (Ixodida od. Metastigmata)
Familie : Schildzecken (Ixodidae)
Gattung : Ixodes
Art : Gemeiner Holzbock
deutscher Name : Gemeiner Holzbock
wissenschaftlicher Name : Ixodes ricinus
 
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Biologie
Kennzeichen :   stark ausgeprägte Form des Chitinschildes (Scutum) bei Männchen
Größe :   zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter
Lebensraum :   Wald und Wiesen
Entwicklung :   drei Entwicklungsschritte
Ernährung :   Blut
Verbreitung :   weltweit, bevorzugt ein feuchtwarmes Klima mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit.
 
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Erkrankungen
Krankheiten :   Anaplasma phagocytophilum
Borrelia burgdorferi
Toxoplasma gondii
Babesia microti
 
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Beschreibung
Der Holzbock (Ixodes ricinus), eine Schildzecke, ist ab einer Außentemperatur von ca. 10°C aktiv. Hier in Deutschland ist diese Zecke das ganze Jahr über, also auch an milden Wintertagen anzutreffen. Im Siebengebirge in Nordrhein-Westfalen sind bis zu 120 Ixodes ricinus Zecken pro Quadratmeter Waldboden gefunden worden. Der Holzbock kommt hauptsächlich in Wäldern und Waldrandbereichen vor. In größere Stadtgärten ist der Holzbock z.T. massenhaft eingeschleppt worden. Die erwachsenen Zecken sind häufig auf der Spitze von Grashalmen - auf ihre Opfer wartend - anzutreffen. Je nach Luftfeuchtigkeit wandern diese Zecken bis in eine Höhe von 1 Meter vom Bodengrund. Ixodes ricinus ist sehr auf eine hohe Luftfeuchte angewiesen, daher findet man diese Zeckenart eher an feucht-warmen Wintertagen, als an trocken-heißen Tagen im Hochsommer. Wird ein erwachsenes Holzbockweibchen vom Hund oder Menschen von einem Grashalm abgestreift, so wandert dieses meist mehrere Stunden auf dem Opfer herum, um eine geeignete Stichstelle zu finden. Ist diese Stelle gefunden, so saugt die Zecke über ca. sieben Tage Blut.
 
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