Neue Studie: Organveränderungen im Zusammenhang mit der Rickettsiose

Während unserer Arbeit sind wir immer häufiger mit Organveränderungen von Tieren konfrontiert, bei denen eine Rickettsiose diagnostiziert wurde. Häufig handelt es sich hier um Hunde, die im Zusammenhang mit einer Infektion durch Rickettsia conorii Zeichen von Leber- und Milzhypertrophie sowie Veränderungen der Pankreasfunktion zeigen. In einem Fall hat ein betroffenes Tier sogar eine Leberzirrhose entwickelt.
In der Literatur findet sich beim Hund wenig zu einem diesbezüglichen Zusammenhang, lediglich die leichte Erhöhung der Leberenzyme (AST, ALT) ist beschrieben. Im humanen Bereich lässt sich im Rahmen einer Infektion durch Rickettsia rickettsii (Erreger des Rocky mountain spotted fever) in einem älteren Artikel ein Hinweis auf eine Leberbeteiligung finden. Hier wurden bei Leberbiopsien betroffener Patienten Gallengangs- und Gefäßverlegungen gefunden, die auf inflammatorische Prozesse im Bereich der Periportalfelder zurückzuführen sind.
Wir möchten an dieser Stelle Tierärzte und betroffene Tierbesitzer bitten, sich bei Organveränderungen, die im Zusammenhang mit einer Rickettsiose beim Hund gefunden wurden, mit uns Kontakt aufzunehmen. Innerhalb dieser Studie sollen bereits vorhandene Untersuchungsergebnisse ausgewertet werden, es werden keine zusätzlichen Analysen durchgeführt. Mit Ihrer Teilnahme an der Studie können Sie möglicherweise dazu beitragen, dass Organveränderungen bei Hunden mit Rickettsiose früher erkannt und entsprechend therapeutisch interveniert werden kann, bevor es zu schwerwiegenden Schäden kommt.
Ihre Ansprechpartnerin ist:
Dr. Jeanette Bierwolf
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