Vorkommen und Vektorkompetenz von Stechmücken als Überträger von Arboviren in Deutschland

Gibt es von blutsaugenden Insekten übertragene Infektionskrankheiten wie das West-Nil-Fieber, Dengue-Fieber und Co. bald regelmäßig auch in Mitteleuropa? Aufgrund der rasant zunehmenden Globalisierung sowie durch Faktoren wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Biodiversitätsverlust wird das Auftreten neuer Epidemien und Infektionskrankheiten auch in unseren Breiten begünstigt. Obwohl wir uns derzeit in einer Phase beschleunigten globalen Aussterben von Arten befinden, wurde dem Zusammenhang zwischen Biodiversitätswandel und neu auftretenden, bzw. wiederaufkommenden Krankheiten bislang nur wenig Beachtung geschenkt. Die Verbindung zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit wird allerdings besonders durch die Verbreitung von invasiven Arten wie Mücken, Nagern (als sog. Vektoren=Überträger) und Pathogenen wie z.B. Viren, Bakterien und Parasiten (als Krankheitserreger) deutlich. Die Verbreitung von Vektoren...

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Erster Nachweis des Herzwurms Dirofilaria immitis in deutschen Stechmücken

Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), Greifswald – Insel Riems, und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), Müncheberg, wiesen in einheimischen Stechmücken die Larven mehrerer Mücken-übertragener Fadenwurmarten nach, darunter erstmals den im Mittelmeerraum weit verbreiteten Hundeparasiten Dirofilaria immitis (Herzwurm). Dieser kann zu schweren Beeinträchtigungen von Herz und Lunge bei infizierten Tieren führen.

Der Nachweis von D. immitis gelang gleich zweimal, in Stechmücken aus Baden-Württemberg (Breisgau) und Brandenburg (Havelland). Wie der Erreger nach Deutschland gelangte, konnte nicht festgestellt werden. Während der Nachweis aus Süddeutschland durch eine Einschleppung der infizierten Mücke(n) über den Kraftfahrzeugverkehr aus betroffenen ...

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Parasit des Jahres 2013: Dirofilaria repens (Hautwurm) in Brandenburg - eine Zoonose

Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben erstmals in Deutschland Larven des Hundehautwurms Dirofilaria repens in Stechmücken nachgewiesen. Klimaveränderung und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa können Ursachen für eine Etablierung dieses Parasiten sein, der bislang in Zentraleuropa nicht heimisch war. Hauptreservoir der parasitären Würmer sind Hunde. In seltenen Fällen übertragen Stechmücken die Infektion auch auf den Menschen. Bisher sind jedoch noch keine in Deutschland erworbenen Infektionen beim Menschen bekannt geworden.

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Weitere Informationen:

Literatur zur humanen Dirofilaria repens Infektion

Video: Dirofilaria repens beim Mensch

Video: Dirofilaria repens beim Hund

Video: ... und sogar Dirofilaria immitis beim Mensch

 

Syrien, Aleppo: Hunderte Fälle von kutaner Leishmaniose

Täglich gibt es laut aktuellen Informationen aus Syrien wohl über hundert neue Fälle einer kutanen Leishmaniose, wobei diese Variante der Leishmaniose nicht nur die häufigste Form dieser Erkrankung bzw. Infektion ist.

Dabei ist es gar nicht so überraschend, dass die Fälle der kutanen Leishmaniose im syrischen Aleppo zunehmen und diese Infektion der Haut, verursacht durch einen einzelligen Parasiten, welcher von Sandfliegen übertragen wird, sich so ausbreitet – nicht umsonst trägt die kutane Leishmaniose solch Spitznamen wie „Aleppo boil“, „Bagdad boil“, „Delhi boi“ oder eben „Kandahar sore“ und „Oriental sore“.

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Asiatische Buschmücke breitet sich hierzulande aus

Die Buschmücke Aedes japonicus breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Die Mücke kann den tödlichen West-Nil-Virus übertragen. Die asiatische Buschmücke Aedes japonicus, die Krankheitserreger übertragen kann, ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Größere Population seien jetzt auch in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden, wie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) am Montag in Müncheberg mitteilte.

Zuvor wurde die Mücke bereits im südlichen Baden-Württemberg gefunden.

Die asiatische Buschmücke ist nicht nur besonders aggressiv, sondern auch als Überträger des West-Nil-Virus und möglicherweise weiterer Viren bekannt. Die Wissenschaftler kamen der exotischen Mückenart auf die Spur, nachdem ihnen von Einwohner der Bonner Region einige Exemplare zugeschickt worden waren.

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Artikel bei Wikipedia

CDC: Information on Aedes japonicus

Artikel im General-Anzeiger-Bonn

Dengue-Fieber auf Madeira

Auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira ist das Dengue-Fieber ausgebrochen. Die ersten Erkrankungen gab es nach Informationen des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) bereits Anfang Oktober. In den vergangenen Tagen sind dann erste Erkrankungen bei Rückkehrern aufgetreten: Vier Patienten sind in Großbritannien, Frankreich und Schweden in Behandlung. Weitere Importe sind wahrscheinlich, da sich die Epidemie auf Madeira in der letzten Wochen weiter ausgebreitet hat. Das portugiesische Gesundheitsministerium (Direcção-Geral da Saúde) gab die Zahl der bestätigten Erkrankungen zuletzt mit 52 an. Hinzu kommen noch 404 Verdachtsfälle. In der Woche zuvor waren es noch 37 Erkrankungen und 262 Verdachtsfälle gewesen.

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Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control

Mit Blutsaugern zum Bohnstedt-Preis

Tabea Lorentz, Gewinnerin des Bohnstedt-Schülerpreises am Luckauer Gymnasium, hat sich für ihr Forschungsprojekt bis aufs Blut eingesetzt. Die Zehntklässlerin fütterte Stechmücken bei der künstlichen Aufzucht mit dem eigenen Lebenssaft.

Mücken-Forschungsprojekt der Luckauer Gymnasiastin Tabea Lorentz überzeugt die Jury.

Als Tabea Lorentz aus den Sommerferien zurückkehrte, war ihre Hand rot geschwollen und voller Pusteln. "Manche Mitschüler fanden das irre", erinnert sich die Zehntklässlerin und lacht. Auf die Idee, die Stechmücke Anopholes stephensi, die auch als Malariaüberträger gilt, unter Laborbedingungen zu züchten, sei sie durch ihren Onkel gekommen. Der sei Parasitologe, erzählt die junge Luckauerin. Manchmal habe sie ans Aufgeben gedacht, wenn sich die etwa 100 Blutsauger im Käfig aus der Hand der Nachwuchsforscherin ihr Futter holten ...

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Und hier der DirektLink zu der tollen Arbeit! Weiterhin viel Erfolg!

Infektion mit Amsel-Virus im Menschen nachgewiesen

Das Usutu-Virus breitet sich in Deutschland aus, und es ist kaum zu stoppen. Forscher hatten vergeblich gehofft, dass Amseln dagegen resistent werden. Inzwischen sind sogar Menschen damit infiziert..

Ausbreitung kaum zu verhindern

Das aus Afrika stammende Usutu-Virus hat in Südwestdeutschland erneut ein Massensterben bei Amseln ausgelöst und inzwischen auch Menschen infiziert. In der Umgebung von Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz würden täglich bis zu zehn tote Amseln entdeckt, sagte Norbert Becker von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage am Oberrhein (KABS) in Waldsee. Das Virus raffe selbst Küken in ihrem Nest dahin.

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